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Eichhörnchen auf Streifzug

aktuell, 25.02.2021

Auch die kleinen Gartenbewohner erwarten den Frühling.

Lange müssen Eichhörnchen hoffentlich nicht mehr an ihren mühsam angelegten Wintervorräten zehren.

Für die kleinen Gartenbewohner geht es jedes Jahr im Winter um die Wurst, oder besser gesagt um die Nuss. Möglichst bevor die Böden erstmalig gefrieren oder der erste Schnee fällt, sollten ein Großteil der Vorräte bereits sicher angelegt sein. Bei der Auswahl der Futtervorräte sind Eichhörnchen dann auch nicht allzu wählerisch. Als Allesfresser stehen sowohl Eicheln, Nüsse, Beeren, Pilze und Bucheckern wie auch Insekten und kleine Vögel auf ihrem Speiseplan.

Für den Winter gesammelte Vorräte werden von den Tieren in geeigneten "Vorratskammern" deponiert. Das können entweder Baumlöcher, aber auch alte und verlassene Vogelnester und Verstecke im Erdreich sein.

Für die Lagerung des Wintervorrates wählt der kleine Nager nicht nur ein, sondern viele unterschiedliche Verstecke aus. Sein Nachteil: Plagt das Eichhörnchen im Winter der Hunger, fällt es ihm schwer, sich an alle Verstecke zu erinnern. Unser Vorteil: Die vergessenen Verstecke leisten einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung unterschiedlicher Baumarten. In Gärten fallen einem solch vergessene Verstecke immer wieder in die Hände.

Eichhörnchen sind tagaktiv. In den Nächten ziehen sie sich - Sommer wie Winter - in ihre Baumnester zurück, die sie meist in luftiger Höhe (mindestens 6,00 Meter) aus Ästen, Zweigen und Baumnadeln zimmern. Diese von der Unterseite begehbaren Nester, auch Kobel genannt, dienen dem durchschnittlich 300 Gramm schweren und bis 20 cm langen Nager als Aufzuchtort für ihre Jungen und als Schlafstätte.

Während viele andere Nage- und Pelztiere die kalten Monaten "verschlafen", hält das Eichhörnchen lediglich eine Winterruhe, heißt: Bis zu mehreren Tagen bleiben sie in ihren gemütlichen Kobeln, dann geht es für ein bis zwei Stunden zur Nahrungsbeschaffung zu einem der Futterverstecke. Zwischen 40 und 80 Gramm Nahrung nimmt der kleine Nager dann zu sich. Durch die Ruhephasen schafft es das Eichhörnchen, seinen Energiebedarf im Winter zu senken. Anders als bei winterschlafhaltenden Tieren bleibt die Körpertemperatur des Eichhörnchens während der Winterruhe nahezu unverändert, der Herzschlag verlangsamt sich aber.

In unserem Land zählen Eichhörnchen zu den besonders geschützten Wildtieren. Das Fangen ist ebenso verboten wie die Jagd oder die private Haltung als Haustier.

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