Globale Erwärmung

Klima, 19.01.2026

Neue Prognosen nähren Sorgen um Permafrost-Kipppunkte

Für das Jahr 2026 erwarten Klimamodelle – abhängig vom zeitlichen Verlauf eines möglichen El-Niño-Ereignisses – eine globale Überwärmung von etwa 1,4 bis 1,6 Grad gegenüber dem Referenzzeitraum 1901 bis 2000.

Damit würde sich die Erde erneut deutlich oberhalb des vorindustriellen Klimaniveaus bewegen.

© www.donnerwetter.de / Vectur-Infografik

 

Weitere Abschätzungen gehen noch darüber hinaus: Nach Berechnungen verschiedener internationaler Modelle besteht eine Wahrscheinlichkeit von rund 80 Prozent, dass in den Jahren 2027 oder 2028 mindestens ein Jahr mit einer globalen Temperaturabweichung von 1,7 bis 1,8 Grad Celsius erreicht wird.

Entsprechende Einschätzungen werden unter anderem von der US-amerikanischen Klimabehörde NOAA / climate.gov veröffentlicht.

Abweichung globale durchschnittliche Oberflächentemperatur
Quelle: NOAA

 

Die zunehmende Häufung von Jahren mit Temperaturen um oder über der 1,5-Grad-Schwelle verstärkt die Sorge vor dem Überschreiten klimatischer Kipppunkte.

Besonders im Fokus steht dabei der Permafrostboden in hohen Breiten. Es ist wahrscheinlich, dass der Kipppunkt des großflächigen Auftauens in den kommenden Jahren erreicht wird – oder bereits überschritten ist. Einmal in Gang gesetzt, gilt dieser Prozess als kaum noch aufzuhalten und könnte zusätzliche Treibhausgase freisetzen, die die Erderwärmung weiter beschleunigen.

 

  Redaktion
 Team-Info
 Team-Kontakt




5

Wetter-Meldungen

CO2-Deutschland

499 ppm
19.01.2026 11:51
mehr

Zitat des Tages

    "Die bestverschlossen Tür ist die, die man offenlassen kann."

    Chinesisches Sprichwort