Böse Überraschung im Quellwasser

aktuell, 13.10.2026

Erst trocken, jetzt ein schmales Rinnsaal – und ein überraschender Befund: Die Analyse des Quellwassers im donnerwetter.de-Wetterpark zeigt, dass selbst die unterirdischen Wasserkreisläufe nicht mehr frei von winzigen Plastikpartikeln sind.

Bis vor wenigen Tagen führte die kleine Quelle auf dem Gelände des donnerwetter.de-Wetterparks aufgrund der anhaltenden Trockenheit noch gar kein Wasser – nun plätschert sie immerhin als kleines Rinnsaal vor sich hin.

Wasserlose Quelle - so sah das kleine
Gewässer noch vor wenigen Tagen aus.
© www.donnerwetter.de

 

Lange auf dem Trockenen - Pegelverlauf unsere Quelle seit dem 10.09.2026
© www.donnerwetter.de

 

Für uns war das die ideale Gelegenheit, das Quellwasser auf kleinste Mikroplastik-Partikel zu untersuchen.

Nachdem wir zuvor bereits in mehreren Niederschlagswasserproben mithilfe der Nilrot-Fluoreszenz-Methode Mikroplastik nachweisen konnten, hat nun auch die Analyse des Quellwassers deutliche Spuren von Mikroplastik zutage gefördert.

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Woher stammt das Mikroplastik im Regen und im Quellwasser?

Der Nachweis im Quellwasser veranschaulicht eindrucksvoll, wie tief Kunststoffe bereits in den natürlichen Wasserkreislauf eingedrungen sind:

Atmosphärischer Eintrag: Hauptquellen für Mikroplastik in der Luft sind Reifen- und Bremsabrieb des Straßenverkehrs, Abrieb von Fasertextilien sowie industrieller Staub. Diese mikroskopisch kleinen Partikel werden durch Wind in höhere Atmosphärenschichten getragen.

Auswaschung durch Niederschlag: Regentröpfchen binden die in der Luft schwebenden Plastikteilchen und transportieren sie als atmosphärische Deposition auf den Boden und in die Gewässer.

Versickerung ins Grundwasser: Über den Boden und das Sickerwasser gelangen die kleinsten Mikroplastikteilchen im Laufe der Zeit selbst in tiefere Bodenschichten und speisen schließlich die Quellen.

 

Hintergrund zur Analysemethode (Nilrot-Fluoreszenz)

Für die Untersuchung nutzen wir den lipophilen Farbstoff Nilrot (Nile Red). Nilrot lagert sich selektiv an synthetische Polymere (wie Polyethylen, Polypropylen oder Polystyrol) an. Unter Anregung mit speziellem Licht fluoreszieren die angefärbten Plastikpartikel unter dem Mikroskop intensiv und lassen sich dadurch von organischen Umweltpartikeln wie Holz- oder Pflanzenresten unterscheiden und quantifizieren.

Mehr Informationen zu diesem Nachweisverfahren gibt es hier!

 

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