aktuell, 30.09.2026
Wer derzeit das Hohe Venn besucht, blickt auf eine tief gezeichnete Landschaft. Wochen nach dem verheerenden Moorbrand zeigen sich die langfristigen Folgen der Katastrophe in voller Schärfe.
Wo noch zu Sommerbeginn typisches Hochmoor- und Heideland die Kulisse prägte, dominiert heute ein Bild der Zerstörung: Der Torfboden im Hohen Venn präsentiert sich auf weiten Flächen weiterhin tiefschwarz und verbrannt, während abgestorbene Baumstümpfe und rotbraun verfärbte Fichten die Schneisen des Feuers nachzeichnen.
Langsame Regeneration im empfindlichen Ökosystem
Für das ökologisch wertvolle Hochmoor bedeutet das Feuer eine Zäsur mit jahrelangen Nachwirkungen.
Verbrannte Torfschichten verlieren ihre Fähigkeit, Wasser wie ein Schwamm zu speichern. Ohne schützende Vegetationsdecke droht bei kommenden Niederschlägen die Erosion der nährstoffarmen Asche.
Es wird Jahre – wenn nicht Jahrzehnte – dauern und anhaltende Niederschläge brauchen, bis sich die typische Venn-Vegetation vollkommen regeneriert hat.
Das Hohe Venn zeigt uns hier eindringlich, wie empfindlich und schutzbedürftig dieses einzigartige Naturgebiet ist.
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