aktuell, 21.08.2026
Ein sogenannter Haloring zeigte sich am Freitagvormittag über Teilen Deutschlands. Doch was steckt hinter dem „Heiligenschein“ am Himmel – und warum kann er tatsächlich ein Hinweis auf bevorstehenden Regen sein?
Ein wunderschöner Halo schmückte am Freitagvormittag den Himmel über Teilen Deutschlands. Eindrucksvoll zeigte sich der leuchtende Ring unter anderem über der Eifel und rund um Bonn:
Was ist ein Halo und wie entsteht er?
Bei einem Halo handelt es sich um eine optische Erscheinung, die entsteht, wenn Sonnenlicht an Eiskristallen in großer Höhe gebrochen oder gespiegelt wird.
Diese Kristalle befinden sich vor allem in hohen, dünnen Cirrus- oder Cirrostratuswolken, meist in rund 6 bis 12 Kilometern Höhe. Je nach Form und Ausrichtung der Eiskristalle können dabei Ringe, Bögen, Lichtflecken oder sogar Nebensonnen entstehen.
Der besonders häufige 22-Grad-Halo erscheint als heller Ring in einem Winkel von etwa 22 Grad rund um die Sonne. Die Brechung des Sonnenlichts an den sechseckigen Eiskristallen kann dabei auch für leichte Farbsäume sorgen.
Ein Hinweis auf Regen?
Tatsächlich kann ein Halo ein Wettervorbote sein. Die hohen Eiswolken, in denen solche Erscheinungen entstehen, können Ausläufer eines heranziehenden Frontensystems sein. Nähert sich beispielsweise eine Warmfront, ziehen hohe Schleierwolken häufig bereits weit vor den eigentlichen Niederschlagswolken auf.
Der Halo selbst verursacht den Regen natürlich nicht und garantiert ihn auch nicht – er zeigt lediglich, dass sich in großer Höhe entsprechende Eiswolken befinden. Bei der aktuellen Wetterlage folgt am Nachmittag tatsächlich Regen.
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