Niederschlag vs. Verdunstung: Warum die Regenmenge trügt

aktuell, 13.10.2026

Auf den ersten Blick wirken die bislang gefallenen Regenmengen in diesem Jahr gar nicht so extrem niedrig – doch der Schein trügt. Die hohe Verdunstung reißt ein riesiges Loch in die Wasserbilanz.

Ein Blick auf die historischen Aufzeichnungen der Niederschlagsmengen in Westdeutschland seit 1848 zeigt, dass die Regenmenge aktuell im Vergleich zu den Vorjahren gar nicht so dramatisch abfällt.

Zwar fiel bislang etwas weniger Regen als im langjährigen Schnitt, doch das allein erklärt das Ausmaß der aktuellen Dürre noch nicht.

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Das eigentliche Problem offenbart erst der Blick auf die potenzielle Verdunstung, gemessen mit dem Piche-Evaporimeter: Bis zum Jahresende werden voraussichtlich fast 1.000 Liter Wasser pro Quadratmeter verdunstet sein. Demgegenüber stehen voraussichtlich nur etwa 600 bis 700 Liter Niederschlag pro Quadratmeter.

Die hohe Verdunstung ist es also, die ein riesiges Loch in die Wasserbilanz reißt. Es entsteht ein massives Defizit von rund 300 Litern Wasser pro Quadratmeter. Das entspricht exakt 30 vollen Gießkannen, die der Natur in diesem Jahr auf jedem einzelnen Quadratmeter fehlen! 

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