Plagegeister im Aufwind: Beste Bedingungen in diesem Jahr für die Kriebelmücke.

aktuell, 11.06.2026

Wer aktuell in der Natur unterwegs ist, merkt es sofort: Im Vergleich zu den vergangenen Jahren ist bei den Insekten einiges los. Besonders eine Art profitiert vom aktuellen Wetter – die Kriebelmücke. Doch Vorsicht, diese winzigen Plagegeister verhalten sich ganz anders als normale Stechmücken!

Hinter uns liegen wechselhafte Wochen mit reichlich Feuchtigkeit und milden Temperaturen. Genau das sind die perfekten Startbedingungen für eine Insektenart, die viele erst spüren, wenn es bereits zu spät ist. Die Kriebelmücke erlebt in diesem Jahr einen echten Boom!

 

Ein weit verbreiteter Irrtum: Kriebelmücken stechen nicht, sie gehören zu den sogenannten „Poolsaugern“. Das bedeutet, sie raspeln mit ihren scharfen Mundwerkzeugen eine winzige Wunde in die Hautoberfläche, um den austretenden Blutstropfen aufzusaugen. Quasi wie eine „fliegende Zecke“ im Gewand einer kleinen Stubenfliege.

Das besonders Unangenehme: Den Biss der Kriebelmücke merken wir im ersten Moment oft gar nicht, da die Weibchen beim Beißen ein Speichelsekret absondern, das den Schmerz betäubt und die Blutgerinnung hemmt.

Kriebelmücke
(Bild KI-generiert)

 

Erst nach einiger Zeit setzt ein extrem starker, oft tagelanger Juckreiz ein, und die Bissstellen schwellen meist deutlich stärker an als normale Mückenstiche.

Von diesen Stellen hat man leider sehr lange "Freude", und durch das Aufkratzen der Wunde oder die bakterielle Belastung kommt es überdurchschnittlich oft zu fiesen Entzündungen oder sogar Lymphbahnenentzündungen.

Da Kriebelmücken flach fliegen und offene Gewässer lieben, aber geschlossene Räume meist meiden, schützt an aktiven Tagen am besten lange, helle Kleidung, während herkömmliche Mückensprays oft nur bedingt helfen.

Hat es Euch doch erwischt, gilt: Kühlen, bloß nicht kratzen und bei starker Schwellung lieber zum Arzt gehen.

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