Warum kleine Regenmengen im Wald kaum ankommen

aktuell, 27.07.2026

Das Wochenende brachte hier und da zwar Schauer, dennoch helfen die Niederschläge der Natur und vor allem den Wäldern nur sehr bedingt.

Nach der langen Dürreperiode fielen am Wochenende zwar regional einzelne Schauer, vielerorts blieben die gemessenen Mengen jedoch extrem überschaubar. An unserer Wetterstation in Bonn registrierten wir beispielsweise gerade einmal 1,6 Liter pro Quadratmeter.

Gerade für die Wälder bringen so geringe Niederschläge kaum eine spürbare Entlastung und senken die Waldbrandgefahr allenfalls minimal.

Der Grund dafür ist die sogenannte Interzeption: Bevor der Regen überhaupt den ausgetrockneten Boden erreichen kann, wird das Wasser vom dichten Blätterdach, den Nadeln und den Ästen der Baumkronen abgefangen. Bei leichten Schauern verdunstet diese Feuchtigkeit direkt im Kronenraum wieder, ohne jemals am Boden anzukommen.

Damit das Wasser tatsächlich durch das Blätterdach bricht und dem Boden sowie den Wurzeln zugutekommt, braucht es deutlich ergiebigere Mengen. Erst ab etwa 5 bis 10 Litern pro Quadratmeter ist die Vegetation so weit gesättigt, dass der Regen spürbar am Boden ankommt und einen echten Effekt gegen die Trockenheit zeigt.

Das Niederschagsradar in der 2-Stunden-Prognose findet Ihr hier!

 

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